Fre̱i̱·heit
Substantiv [die]
der Zustand, unabhängig, nicht unterdrückt oder gefangen zu sein.
"in Freiheit leben"

Wir wollen Freiheit und Freiheiten und denken dabei daran, dass die Freiheit von unserer Außenwelt abhängt. Dass die Menschen und Umstände um uns herum bestimmen, ob wir frei sind oder nicht.

Aber Freiheit beginnt in uns. Wir haben die Freiheit selber zu entscheiden was wir aus uns machen, wie wir uns fühlen und wie unsere Gedanken über die Welt sind. 
Die meisten Menschen in unserer zivilisierter Welt haben alles was sie brauchen. Sie wachen morgens auf, haben etwas zum anziehen, haben etwas zum Essen, haben fließendes Wasser und sind gesund. Sogar Obdachlose können glücklich mit ihrer Lebenssituation sein. Können über sich hinauswachsen.
Nick Vujicic ist ein Mensch ohne Arme und Beine, der auf Bühnen steigt und andere davon überzeugt, dass Glück nicht von äusseren Umständen abhängt. 
Aber wir sehen nicht, dass wir genug haben, wir wollen mehr. Und jeder hat die Freiheit mehr zu wollen und mehr zu bekommen. 
Aber Freiheit ist an Verantwortung geknüpft. Wir können nicht alle Freiheit für uns selbst beanspruchen und dadurch die Freiheit anderer einschränken. Freiheit ohne Verantwortung ist egoistisch und destruktiv. 
Wenn jemand mit dem Finger auf uns zeigt, so können wir wählen, ob unser Ego mit Wut, Unverständnis oder Angst reagiert und einen Gegenangriff startet -dann haben wir Krieg - oder wir die Kritik annehmen, verarbeiten und unser kognitives Portfolio erweitern und uns bei unserem Gegenüber bedanken und eine Lösung erarbeiten. -Dann haben wir Frieden -

Eigentlich sind wir bereits frei. 

Aber solange wir uns von anderen vorschreiben lassen, was richtig und was falsch ist, wo Wege sind und wo nicht, oder wer wir sein sollten und wer nicht, solange werden wir keine Freiheit haben. Gehen wir unseren eigenen Weg, aber schimpfen nicht über andere. Lasst uns Menschen und Umstände um uns herum als Inspiration sehen. Als eine Möglichkeit zu wachsen, nicht als Hindernisse, die uns im Weg stehen und die es gilt zu unterdrücken. 
Sie alle wollen das Gleiche wie wir. Sie wollen glücklich und frei sein. Sie wollen sich selber verwirklichen, und mit "sich selber" sind nicht die Begierden und Triebe des Egos gemeint. Gemeint ist die Freiheit von äußeren Umständen.
Wir können andere Menschen nicht ändern, wir können nur Wege aufzeigen. Das Gegenüber entscheidet selbst ob es unsere Sichtweise teilt oder nicht, oder ob es unsere Sichtweise mit der eigenen verknüpft. Oder ob unsere Sichtweise langsam wie ein Samen in ihr wächst, bis er schließlich als Einsicht erblüht. 
Wir können kritisieren und verneinen, oder wir können Raum zum wachsen geben und lieben.
Wir können verurteilen, oder wir können verstehen.
Wir können verletzen und uns über andere stellen, oder wir können heilen, und das Allgemeinwohl über uns stellen. 
Wir vernachlässigen uns nicht wenn wir uns für andere hingeben, denn insgeheim arbeiten wir so auch für uns. Wir ziehen Freude und Anerkennung an 
wenn wir uns anderen hingeben. Anderen die weniger haben als wir. Und auch anderen, die vermeintlich mehr haben als wir. 
Versuchen wir unser Gehirn neu zu programmieren, versuchen wir Gedankenmuster zu beobachten und aktiv zu ändern. Wir sind mehr als eine Puppe unseres Verstandes, mehr als ein Derwisch unserer Erwartungen und mehr als die Eintönigkeit der immer gleichen Gedanken und Sichtweisen und Reaktionen an denen wir uns mit aller Gewalt versuchen festzuhalten. Wir haben Angst vor der Veränderung, denn sie ist ungewiss, aber wir vergessen, dass nichts konstanter ist als der Wechsel. 
Wir können nicht frei sein wenn wir nicht loslassen.
Die Welt wird nicht vergessen, was wir für sie getan haben. Sie wird uns wachsen lassen und sie wird uns Kraft geben. 
Wir sprechen oft von Liebe zu anderen, oder zu Dingen, und haben nur unsere eigenen Interessen dabei im Blick. Wahre Liebe ist bedingungslos und frei. Sie ist nicht an Erwartungen geknüpft, sondern sie lebt "in guten und in schlechten Zeiten". 
Wir sind mehr als wir glauben!
nicht gestern,
nicht morgen,
Jetzt.
Nicht Ich.
Nicht Du.
Wir!

Ich glaube die Welt hat viele Menschen, die diese Meinung teilen und diese Worte verstehen.
Ich glaube der Mensch ist ein Zerstörer, aber er ist auch ein Erschaffer.
Ich glaube jeder Mensch trägt den Samen wahrer Liebe in sich.
Ich glaube jeder Mensch besitzt ein tiefes Wissen und ein intuitives Verständnis in sich, dessen er sich bedienen kann wenn er den Zugang findet.

Vielen Dank dir, der du diese Worte liest. Mögen sie in deinem Herzen wachsen und deine Mitmenschen inspirieren so wie sie auch in mir gewachsen sind und mich inspiriert haben.
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